Glossar

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Abfindung / Abfindungsguthaben
Für die Beendigung einer Rechtsstellung, z.B. der Zugehörigkeit zu einer Gesellschaft als Gesellschafter, durch die Gesellschaft zu zahlender Geldbetrag.

Ablieferung
Zeitpunkt, zu dem die Werft bzw. der Verkäufer das Schiff an die Beteiligungsgesellschaft übergibt und das Eigentum auf die Gesellschaft übergeht.

Abschreibung
Nach handelsrechtlichen Vorschriften berechneter Wertverlust eines Vermögensgegenstandes, der keine Auswirkung auf die Liquidität hat, der jedoch als Aufwendung zu einer Minderung des Jahresergebnisses führt (steuerlich: Absetzungen für Abnutzung ''AfA'').

Abtretung
Vertraglich vereinbarte Übertragung einer Forderung vom bisherigen Gläubiger auf einen neuen Gläubiger (§§ 398 ff. BGB).

Abwracken
(Sachgemäße) Verschrottung eines Schiffes nach der Betriebsphase.

Abzinsung
Ermittlung der bis zum Ende der Laufzeit anfallenden Zinsen, die bereits bei der Ausgabe von dem künftigen Rückzahlungswert abgezogen werden. Der Abzinsungsbetrag entspricht somit dem Betrag zwischen Ausgabepreis und höherem Nennwert.

Aframax-Tanker
Bezeichnung für Tanker mit einer Tragfähigkeit zwischen 80.000-120.000 tdw. Der Afra (="Average Freight Rate Assessment") ist ein Index, der von den Ölgesellschaften unternehmensintern für die Berechnung von Ölfrachtraten benutzt wird.

Agio
Preisaufschlag auf den Beteiligungsbetrag, mit dem ein Teil der Vertriebskosten abgedeckt wird.

Ankaufsrecht
Recht, einen Gegenstand innerhalb einer bestimmten Zeit zu einem bestimmten Preis und unter bestimmten Bedingungen zu erwerben. Im Gegensatz zum Vorkausfrecht ist das Ankaufsrecht gesetzlich nicht geregelt.

Anlaufkosten
Kosten, die bei Gründung bzw. Start eines Unternehmens oder Konzeption eines Fonds entstehen (z.B. Kosten für Rechtsberatung, steuerliche Beratung, Notarkosten und andere Gebühren).

Anleger
Person, die sich an der Fondsgesellschaft beteiligt. Der Begriff wird zumeist synonym mit Gesellschafter, Kommanditist oder Zeichner verwendet. Seine Haftung ist auf die Höhe der gezeichneten Einlage begrenzt.

Annuität / Annuiätendarlehen
Darlehen mit konstantem Rückzahlungsbetrag, der sich aus Zins und Tilgung zusammensetzt. Der Betrag bleibt immer gleich hoch, wobei der Anteil der Tilgung wächst und der Anteil der Zinsen entsprechend sinkt.

Anschlussfinanzierung
Nach Ablauf einer bestehenden Finanzierung sich anschließende Finanzierung.

Anteilsfinanzierung
Persönlicher Kredit, den der Anleger zur teilweisen Finanzierung seiner Fondsbeteiligung aufnimmt un der i.d.R. auf die Bonität des Zeichners abgestellt ist.

Ausflaggung
Eintragung eines Schiffes in das Schiffsregister eines anderen Staates, um Betriebskosten wie Personalkosten und Steuern zu reduzieren und nicht den deutschen Bemannungsvorschriften unterworfen zu sein.

Ausgabepreis
Preis, den ein Anleger beim Kauf seiner Fondsanteile zahlt. Entspricht dem Rücknahmepreis plus Ausgabeaufschlag (Agio).

Ausgleichfähiger Verlust
Dem Anleger zugewiesene steuerliche Verluste, die er bis zu 100 Prozent seiner geleisteten Kommanditeinlage plus Agio mit steuerlichen Gewinnen anderer Einkunftsarten ausgleichen kann (§ 15 a EStG). Nicht ausgeglichene (verrechenbare) Verluste können - zeitlich und betragsmässig unbegrenzt - vorgetragen und mit späteren Gewinnzuweisungen aus derselben Gesellschaft verrechnet werden.

Auszahlung
Geldbetrag, den eine Gesellschaft ihren Gesellschaftern auszahlt. Die Auszahlungen einer Kommanditgesellschaft stellen handelsrechtlich und steuerlich sog. Entnahmen dar und können höher oder niedriger als der Gewinn sein.

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B

Backbord
Linke Seite des Schiffes in Fahrtrichtung, rote Kennung (Gegenteil: Steuerbord).

BaFin
Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht: Nachfolgebehörde der Bundesaufsichtsämter für das Kreditwesen, das Versicherungswesen und den Wertpapierhandel. Die Veröffentlichung eines Beteiligungsangebotes ist gemäß Verkaufsprospektgesetz erst nach der Prüfung und Gestattung des jeweiligen Verkaufsprospektes durch die BaFin zulässig. Die BaFin prüft hierbei die Vollständigkeit des Verkaufsprospektes; die Mindestangaben sind in der Vermögensanlagen-Verkaufsprospektverordnung (VermVerkProspV) definiert.

Bare-Boat-Charter
Eine Form des Chartervertrages, bei dem ein Schiff ohne Besatzung und ohne Ausrüstung vermietet wird (engl. "bare" = nackt, bloß). Die Chartergesellschaft übernimmt alle mit dem Schiffsbetrieb verbundenen Schiffsbetriebskosten während des Charterzeitraumes.

Bareinlage
Dieser Teil der Fondsbeteiligung ist vom Anleger bar, eventuell in Raten, zu erbringen. Bareinlage zuzüglich eventueller Anteilsfinanzierung.

Bauaufsicht
In der Regeln von dem Vertragsreeder beauftragtes Fachpersonal, welches die technisch einwandfreie, korrekte und termingerechte Ausführung des Schiffsbaus auf der Werft überwacht.

Baukosten
Baukosten setzen sich aus reinen Baukosten und Baunebenkosten zusammen. Baunebenkosten betragen i.d.R. rd. 20% der Baukosten. Die reinen Baukosten unterteilt man in Rohbau- und Ausbaukosten, wobei beide Positionen rund 50% der reinen Baukosten ausmachen.

Befrachter
Siehe Charterer

Befrachtungs- / Adresskommission
Vergütung für die Vermittlung der Charter (Adresskommission) in Höhe eines bestimmten Prozentsatzes (z. B. 2,5 %) der Charterrate.

Beirat
Gremium aus drei bis fünf Beiräten, das die Interessen der Kapitalanleger vertritt und mehrheitlich von ihnen aufgestellt und gewählt wird. Unterstützt und berät die Fondsgeschäftsführung nicht im Tagesgeschäft, sondern in wichtigen Fragen der Unternehmenspolitik und berichtet den Anlegern.

Beitritt
Der Anleger tritt der Beteiligungsgesellschaft mit dem in der Beitrittserklärung angegebenen Betrag durch Unterzeichnung bei. Erst durch die Annahme durch den Treuhänder ist der Beitritt wirksam.

Beitrittserklärung
Zeichnungsschein, der dem Beteiligungsprospekt als Anlage beigefügt ist.

Benchmark
Benchmarks (auch ''Milestones'' genannt) markieren die herausragenden Punkte in der Unternehmensentwicklung. Bei Erreichen dieser Punkte wird z.B. über eine weitere Kapitalzufuhr entschieden.

Bereederung
Technische und kommerzielle Betreuung eines Schiffes, wie Beschaffung und Einsatz des Seepersonals, Organisation von Ersatzteilen und Durchführung von Reparaturen, Abschluss von Versicherungen sowie Verproviantierung. In der Regel gehört auch die Organisation der Beschäftigung des Schiffes zur Bereederung.

Bereederungsvertrag
Wird zwischen der Beteiligungsgesellschaft und dem von ihr beauftragten Bereederer (siehe Vertragsreeder) geschlossen und beinhaltet den Umfang der vom Bereederer zu erbringenden Dienstleistungen sowie die Vergütung hierfür.

Bereitstellungszinsen
Zinsen, die erhoben werden, wenn ein vereinbartes und zugesagtes Darlehen bis zu einem festgelegten Zeitpunkt nicht in Anspruch genommen wurde.

Best Case (-Szenarium)
Zeigt auf, wie die Entwicklung nach einer strategischen Entscheidung bei idealen Umständen vor sich gehen würde, welche Schritte notwendig würden und wie hoch die Rendite in diesem Falle ausfallen würde.

Beteiligungsgesellschaft
Eigentümergesellschaft, meist in Form einer GmbH & Co. KG

Beteiligungsprospekt
Erklärende verbindliche Broschüre mit den wesentlichen Eckdaten und Verträgen der angebotenen Beteiligung.

Betriebsergebnis
Ergibt sich aus dem Saldo aus Erträgen und Aufwendungen, also der Differenz zwischen z.B. den Chartereinnahmen und der Summe aus Schiffsbetriebskosten, Werftkosten, Bereederung und Befrachtung, Gesellschaftskosten sowie Zinsaufwendungen.

Betriebskosten
Kosten, die nach Abschluss der Investitionsphase während des laufend Betriebes eines Unternehmens anfallen.

Betriebsphase
Der Zeitraum bei einer Fondsgesellschaft, in der mit dem Fondsobjekt Einnahmen für den Fonds erzielt werden, in der Regel von der Fertigstellung bis zum Zeitpunkt der Veräußerung.

Blind Pool
Ein Anlagekonstrukt, bei dem zum Zeitpunkt der Investition noch nicht das Anlageobjekt und/oder die Investitionssumme feststehen. Kapitalsammelstelle für Investitionen, die im Einzelnen noch nicht feststehen. Es handelt sich für die Kapitalanleger um eine Risikoinvestition; sie beteiligen sich, ohne einen vollständigen Investitionsplan erhalten zu haben.

Bonität
Zahlungsfähigkeit und -willigkeit von Personen und Unternehmen, die als Basis für deren Kreditwürdigkeit dient.

Break-even Point / Break-Even Rate
Zeitpunkt, zu dem ein Unternehmen von der Verlust- in die Gewinnphase übergeht. Die Break-Even-Rate ist der Betrag an täglichen Chartereinnahmen (einschließlich darauf abzuführender Bereederungsgebühr), der zum Decken der Kosten für Schiffsbetrieb, Gesellschaft und Kapitaldienst (Zinsen und Solltilgung auf das Schiffshypothekendarlehen) bei 355 Einsatztagen pro Jahr notwendig ist. Chartereinnahmen über der Break-Even-Rate werden als Überdeckung oder freie Liquidität bezeichnet. Sie können z. B. zur Leistung von Sondertilgungen auf das Schiffshypothekendarlehen oder für Auszahlungen an Kommanditisten verwendet werden.

Bruttocharterrate
Im meist standardisierten Chartervertrag zwischen Reederei und Charterer festgelegter Preis für die Überlassung eines Schiffes. Durchweg pro Tag (engl. "per day/p.d.") angegeben.

BRT (Brutto-Register-Tonne)
Gibt die Transportkapazität des Schiffes bei seefester Ladung an.

BRZ (Brutto-Raum-Zahl)
Maß, welches den gesamten umbauten Raum eines Schiffes angibt.

Buchwert
Zum Jahresende in den Geschäftsbüchern des Fonds ausgewiesener Wert eines Wirtschaftsgutes

Bugstrahlruder
Propeller in einem Unterwassertunnel im Vorderteil (Bug) des Schiffes. Ermöglicht Querbewegung oder Drehen des Schiffes und unterstützt Manöver in engen Revieren, z. B. Häfen.

Bulker (Bulkcarrier)
Schiffe für den Transport von Massengut (engl. "bulk") wie Getreide, Erz, Kohle oder Rohöl. Bulker besitzen große Laderäume, in die das Massengut hineingeschüttet wird. Ein Drittel der Welthandelsflotte besteht aus Bulkern, die es in verschiedenen Größen gibt:
Handysize (10.000 - 40.000 tdw)
Handymax (40.000 - 60.000 tdw)
Panamax (60.000 - 80.000 tdw)
Capesize (80.000 - 200.000 tdw)
VLOC (Very Large Ore Carrier: > 200.000 tdw)

Bunker
Treibstoff für ein Schiff

Bunkerkosten
Treibstoffkosten für ein Schiff.

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C

Capesize
Größenbezeichnung für Schiffe, die aufgrund ihrer Größe nicht mehr durch den Suez-Kanal fahren können und daher das ''Kap der Guten Hoffnung'' umrunden müssen, d.h. Schiffe mit mehr als ca. 150.000 tdw Tragfähigkeit.

Cargo
Ladung

Case Szenarios
Fallstudien, die während der Prüfung einer potenziellen Beteiligung angefertigt werden. Es wird unterschieden zwischen "Worst Case" (negative Entwicklung), "Real Case" (realistische Entwicklung) und "Best Case" (optimistische Entwicklung).

Cash-flow
Zahlungsmittelüberschuss, die insbesondere aus dem Jahresabschluss und der Gewinn- und Verlustrechnung eines Unternehmens abgeleitet wird.

Charterer
''Mieter''. Ein Unternehmen, dem ein Schiff vom Eigentümer - meist für einen bestimmten Zeitraum (Time-Charter) gegen Zahlung eines vereinbarten Entgelts zur Nutzung überlassen wird.

Charterrate
"Mietzins" für die Überlassung eines Schiffes. Die Charterrate wird i.d.R. in US-Dollar pro Tag gezahlt. Die Höhe ist von einer Vielzahl von Faktoren abhängig: Schiffstyp und -größe sowie Angebot und Nachfrage in Zusammenhang mit der Weltkonjunktur.

Chartervermittlung
Siehe Befrachtungs- / Adresskommission

Chartervertrag
Der zwischen der Chartergesellschaft und dem Eigentümer eines Schiffes geschlossene Vertrag, der die Rechte und Pflichten beider Vertragsparteien regelt.
Chemikalientanker
Tanker, deren Tanks darauf ausgelegt sind, Laugen, Säuren und andere aggressive Chemikalien zu transportieren. Je nach Gefährlichkeit der zu befördernden Chemikalien gelten besondere Sicherheitsvorschriften für die Ausstattung der Schiffe.

Container
International standardisierter und registrierter Metallbehälter, der zur Aufnahme unterschiedlicher Frachtgüter (Stück-, Flüssig-, Gefahrgut usw.) geeignet ist.

Containerbrücke
Spezieller landseitiger Kran für den Containerumschlag.

Containerschiff
Schiff zum Transport von Containern.

Containerstellplatz(-kapazität)
Die Angabe der Containerstellplätze gibt in etwa die Größe eines Schiffes wieder.

Containerumschlag
Anzahl von Containern, die in einem Hafen ein- und ausgelagert werden.

Crude Oil
Englische Bezeichnung für bereits von Wasser, Salz und Gasen gereinigtes Erdöl. Im internationalen Handelsverkehr wird häufig nur die Abkürzung Crude benutzt.

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D

Dachfonds
Kaufen Anteile anderer Fonds, so genannter Zielfonds. Das können hauseigene oder Produkte fremder Gesellschaften sein.

Degressive Abschreibung
Zeitliche Abschreibungsmethode, bei der die jährliche Abschreibung (Absetzung für Abnutzung, AfA) mit einem festen Prozentsatz vom jeweiligen Restbuchwert des Wirtschaftsgutes errechnet wird. Gegensatz: lineare AfA (fester Prozentsatz bezogen auf ursprünglichen Anschaffungs- bzw. Herstellungswert).

Det Norske Veritas (DNV)
Renommierte norwegische Klassifikationsgesellschaft

Devisentermingeschäft
Sicherungsinstrument zur Minimierung des Fremdwährungsrisikos gegenüber der Fondswährung (z.B. Euro). Wichtig, da Erlöse und Kosten oft in unterschiedlichen Währungen anfallen.

Direktkommanditist
Der Gesellschafter der ohne Abschluss eines Treuhandvertrages der Fondsgesellschaft beitritt und namentlich als Miteigentümer im Handelsregister eingetragen wird.

Disagio
Auch Damnum genannt. Die Differenz zwischen Darlehensnennbetrag und dem ausgezahlten Betrag. Wichtig bei der Berechnung des Nominalzinses.

Diversifikation
Risikostreuung; mit einer Streuung des Vermögens in verschiedene Anlageformen (Immobilien, Aktien, Anleihen, geschlossene Fonds, etc.) kann das Gesamtrisiko gemindert werden.

Dockung
Regelmäßig muss ein Schiff für die vorgeschriebenen Wartungsarbeiten in ein Dock einfahren. Hierbei werden z.B. die technischen Anlagen gewartet und der Schutzanstrich der Außenhaut erneuert.

Door-To-Door-Konzept
Hierbei werden dem Kunden das Abholen des Containers und die Auslieferung bis an den Bestimmungsort angeboten, auch unter Zuhilfenahme von Feederschiffen und LKW/Bahn.

Doppelbesteuerungsabkommen (DBA)
Bilaterales Abkommen zwischen zwei Ländern zur Vermeidung der Doppelbesteuerung. Ausländische Einkünfte sollen so nicht zweimal besteuert werden. Siehe auch unter Progressionsvorbehalt

Doppelhüllentanker
Tanker, dessen Schiffsrumpf - im Gegensatz zum Einhüllentanker - mit doppelter Bordwand und doppeltem Boden ausgestattet ist.

Due Diligence (Beteiligungsprüfung)
"Nötige Sorgfalt". Genaue Prüfung/ Prozess des Unternehmens durch Investoren als Basis der Investitionsentscheidung, insbesondere auch die Endphase des Prüfungsprozesses.

dwt (deadweight tons)
Abkürzung für "deadweight tons", auch tdw (tons deadweight) oder dwat (deadweight all told), beschreibt die gesamte Tragfähigkeit eines Schiffes in Tonnen, inbegriffen die Ladung, Treibstoff, Ausrüstung, Proviant, etc.

Dynamar
Renommierte und international anerkannte Ratingagentur für die Schifffahrt. Ratingskala von 1 (sehr gut) bis 10. Eigenkapitalquote (A) Verhältnis zwischen dem Betrag der Finanzierung mit Eigenkapital und dem Investitionsvolumen.

 

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E

EBIT (Earnings Before Interests and Taxes)
Einkommen einer Firma vor Zinsen und Steuern.

Effektivzins
Nach der Preisangabenverordnung (PAngV) muß bei Krediten als Preis die Gesamtbelastung pro Jahr in Prozent angegeben werden. Mit Hilfe des Effektivzinses können Darlehensangebote mit gleicher Zinsfestschreibung verglichen werden.

Eigenkapital
Das Kapital, das dem Unternehmen von seinen Eigentümern im Gegensatz zum Fremdkapital ohne zeitliche Begrenzung und ohne feste Verzinsung zur Verfügung gestellt wird.

Einhüllentanker
Tanker, dessen Schiffsrumpf nur aus einer Bordwand besteht. Einhüllentanker dürfen aufgrund der großen Gefahr einer Umweltverschmutzung bei Kollisionen die Häfen vieler Länder nicht mehr anlaufen. Siehe auch Phase-Out-Program.

Einkommen, sonstiges zu versteuerndes
Bildet grundsätzlich die Bemessungsgrundlage, auf die der Einkommensteuertarif angewendet wird, also die Summe der Einkünfte abzüglich Sonderausgaben (wie z.B. Kirchensteuer), außergewöhnliche Belastungen, Freibeträge (wie z.B. Kinderfreibeträge).

Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung
Eine der sieben Einkunftsarten (§ 2 EStG). Ermittelt als Überschuss der Einnahmen über die Werbungskosten.

Eintragung in das Handelsregister
In der Regel ist die Treuhandgesellschaft treuhänderisch als Kommanditistin für den Anleger im Handelsregister eingetragen. Gelegentlich ist es für den Anleger jedoch vorteilhaft, direkt im Handelsregister eingetragen zu sein, da bei bestimmten steuerlichen Konstellationen ansonsten die Auszahlungen zu versteuern wären.

Eisklasse
Die Schiffe sind speziell für den Einsatz in nördlichen/arktischen Gewässern gebaut. Viele Bauteile sind verstärkt, teilweise sind die Schiffe sogar als Eisbrecher einsetzbar.

Emission
Allgemeine Bezeichnung für die Ausgabe von Anteilsscheinen.

Emissionshaus
Das Emissionshaus (Bank, Kreditinstitut oder Privatgesellschaft)übernimmt im Rahmen der Fondsfinanzierung wesentliche Aufgaben, wie z.B. die Beratung bei der Fondkonzeption, Erstellung des Beteiligungsprospektes, Finanzierungsvermittlung und die Aufgabe von Kommanditanteilen.

Emissionsprospekt
Der Emissionsprospekt gibt dem Anlageinteressenten ausführliche Informationen über die geplante Investition und ihre prognostizierte Rentabilität. Des Weiteren enthält er Erläuterungen zum rechtlichen und steuerlichen Konzept sowie zu den zugrunde liegenden Leistungsverträgen und Partnern.

Erbschaft- / Schenkungsteuer
Der anteilige Wert des Betriebsvermögens der Gesellschaft bildet bei jedem Gesellschafter die Grundlage für etwaige erbschaft- und schenkungsteuerliche Feststellungen. Basis der Bewertung sind die Buchwerte der Gesellschaft. Betriebsvermögen wird unabhängig vom Verwandtschaftsgrad im Ergebnis stets nach dem günstigen Tarif der Steuerklasse I versteuert. Voraussetzung für die Vergünstigungen ist jedoch, dass die Beteiligung oder die Gesellschaft nicht innerhalb von fünf Jahren nach dem Erwerb aufgegeben wird.

Exit
Ausstieg der Investoren aus einer Beteiligung durch den Verkauf von Unternehmensanteilen. Ermöglicht Realisation des Gewinns.

Exit Kanäle
Möglichkeiten des Ausstiegs aus einem Investment: Börsengang (IPO); Trade Sale = Verkauf an ein anderes Unternehmen oder andere Investoren; Buy-back = Rückkauf durch die Altgesellschafter

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F

Fälligkeitsdarlehen
Endfälliges Darlehen, das im Gegensatz zum Annuitätendarlehen am Ende der Laufzeit in einer Summe zurückgezahlt wird. Während der Laufzeit sind nur die Zinsen zu entrichten.

Feederschiff
Leistet Zubringerdienst für Schiffe, die aufgrund ihrer Größe kleinere Häfen nicht anlaufen können.

Feeder Service
Für den rationellen Containertransport notwendiger Zubringer- und Verteilerdienst mit kleinen Containerschiffen (Feedern), die die von den größeren Schiffen nicht direkt angelaufenen Häfen bedienen.

Festcharter
Hierbei wird ein Vertrag zwischen Schiffseigner und Chartergesellschaft über einen bestimmten Zeitraum mit einer festen Charterrate abgeschlossen.

Festzins
Zinsen für ein Darlehen, die für einen bestimmten Zeitraum vertraglich auf einen gleichbleibenden Zinssatz festgelegt werden. Nach Ablauf oder Kündigung der Festschreibungsperiode werden neue Zinskonditionen ausgehandelt.

FEU
Forty-foot equivalent unit (foot = englisches Längenmaß), 40 Fuß (rund zwölf Meter) langer, genormter Container.

Finanzierungs- und Investitionsplan
Der Plan besteht aus zwei Elementen: Die "Mittelherkunft" gibt die Herkunft der für die geplante Investition erforderlichen Mittel (Kommanditeinlagen, Agio und Bankdarlehen) wieder ("Finanzierungsplan"). Unter "Mittelverwendung" wird die Verwendung dieser Mittel für die Durchführung der Investition unter Aufschlüsselung der einzelnen Investitionskosten dargestellt ("Investitionsplan").

Fonds
Für einen bestimmten Zweck gebildete und verwaltete Vermögenswerte.

Fondskapital
Summe der vermittelten Kommanditanteile. Es stellt den wesentlichen Teil des Eigenkapitals der Beteiligungsgesellschaft dar.

Fondsliquidation
Nach Veräußerung der Investitionsobjekte wird der Fonds liquidiert (aufgelöst) und die Gesellschafter erhalten ihrem Gesellschaftsanteil entsprechende Liquidationsausszahlungen.

Fondsmanagement
Mit Führungsaufgaben betrautes Gremium, das das Fondsvermögen verwaltet und gemäß der Anlagepolitik alle Anlageentscheidungen trifft.

Fondsrating
Systematische Bewertung von Fonds. Leistungskriterien sind zum Beispiel Performance und Risiko eines Fonds.

Fondsvolumen
In die Fondsgesellschaft eingebrachtes Kapital der Anleger (Eigenkapital) und Fremdkapital durch Darlehen.
Freibord
Abstand zwischen dem obersten Deck und der Wasseroberfläche, wenn das Schiff auf seinen maximalen Tiefgang abgeladen ist. Definiert die Beladungsgrenze des Schiffes.

Freistellungsmethode
Die Freistellungsmethode befreit das im Ausland erzielte Einkommen von der Besteuerung im Wohnsitzstaat, so dass nur die Einkommensteuer des Auslands auf die dort erzielten Einkünfte verbleibt. Zu beachten ist, dass das Auslandseinkommen bei der Ermittlung des für die inländischen Einkünfte geltenden Steuersatzes berücksichtigt wird (§32 b EStG). Diese Methode wird als Befreiung mit Progressionsvorbehalt bezeichnet.

Fremdkapital
Teil der Finanzierung, der über Darlehen bereitgestellt wird. Das Fremdkapital ergibt zusammen mit dem Eigenkapital die zum Erwerb benötigten Finanzmittel. Bei Schiffsfinanzierungen über geschlossene Fonds beträgt der Anteil an Fremdkapital i.d.R. 30-50%.

Fund of Funds
Der Beteiligungsfonds investiert in einen Dachfonds, der Dachfonds investiert wiederum in eine größere Zahl von Fonds. Dadurch wird eine breite Risikostreuung bei hoher Branchenabdeckung ereicht.

Fungibilität
Rechtsbegriff für Vertretbarkeit. Bei Fondsgesellschaften ist die Möglichkeit der Veräußerung oder Übertragung von Kommanditanteilen gemeint.

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G

Gear / Geared
Ladegeschirr eines Schiffes.

Geldbeschaffungskosten
Kosten, die einer Bank bei der Beschaffung von Finanzierungsmitteln entstehen. Sie werden als Damnum bei den Konditionen berücksichtigt.

Germanischer Lloyd (GL)
International renommierte Klassifikationsgesellschaft, eine Art TÜV für Schiffsicherheit, -konstruktion, -technik, Meerestechnik, Zertifizierung nach international standardisierten Management und Qualitätssystemen. (Siehe auch z.B. DNV, Lloyds Register, ABS)

Geschlossener Fonds
Gesellschaften, die eine fest definierte Summe, das Fondskapital, zur Finanzierung größerer Investitionsprojekte an mehrere Anleger emittieren.

Geschäftsbesorgung
Jede (fremdnützige) Tätigkeit rechtsgeschäftlicher oder rein tatsächlicher Art.

Gesellschafter
Durch die Beteiligung an einem geschlossenen Fonds wird der Anleger zum Gesellschafter. Ist der Fonds in der Rechtsform einer Kommanditgesellschaft gegründet, werden die Gesellschafter auch Kommanditisten genannt.

Gesellschafterversammlung
Jährliche, regelmäßige (ordentliche) oder unregelmäßige (außerordentliche) Versammlung der Fondsgesellschafter. Wesentliches, durch den Gesellschaftsvertrag geregeltes Forum der Anlegermitbestimmung. Wird oft im schriftlichen Umlaufverfahren durchgeführt.

Gesellschaftskosten
Verwaltungskosten für die Buchhaltung und die Erstellung und Prüfung des Jahresabschlusses der Gesellschaft, Steuerberatung, Treuhandvergütung sowie die Komplementärvergütung.

Gesellschaftsvertrag
Geschäftsgrundlage für die Kapitalanlage. Regelt insbesondere Unternehmensziel, Kapitaleinlagen, Rechte und Pflichten von Gesellschaftern und Geschäftsführung, Ergebnisverteilung, Informations-, Kontroll- und Mitbestimmungsrechte der Anleger, Anteilsübertragung, Kündigung und Abfindungsguthaben sowie Auflösung (Liquidation) der Beteiligungsgesellschaft.

Gewinnzuweisung
Jedem Anleger wird - entsprechend dem vertraglich vereinbarten Anteil vom Jahresergebnis des Fonds - der steuerliche Gewinn übertragen (prozentualer Gewinn-/Verlustanteil, in der Regel in Höhe seines Anteils am Kommanditkapital).

Gleitzinsdarlehen
Im Gegensatz zu einem Festzinsdarlehen kann der Darlehensgeber bei einem Gleitzinsdarlehen die Zinsen jederzeit einseitg ändern.

GmbH & Co. KG
Rechtsform, die in ihrer Konstruktion eine Personengesellschaft und eine Kommanditgesellschaft ist und an der eine GmbH als Komplementärin, d.h. als persönlich haftende Gesellschafterin allein oder zusammen mit anderen Komplementären beteiligt ist.

Gross Margin
Rohertrag

Gründungskosten
Enthalten Kosten der Gesellschaftsgründung sowie Kosten im Zusammenhang mit der Fondskonzeption und Prospekterstellung.

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H

Haftsumme
Der Betrag, mit dem ein Gesellschafter im Handelsregister eingetragen ist und der die Haftung dieses Gesellschafters gegenüber Gläubigern der Kommanditgesellschaft begrenzt.

Handelsregister (HR)
Öffentlich geführtes Verzeichnis für Kaufleute und Handelsgesellschaften. In das beim Registergericht (Amtsgericht) geführte Handelsregister sind bestimmte Vorgänge einzutragen, deren Eintragungspflicht sich aus dem Handelsgesetzbuch und verschiedenen anderen Gesetzen ergibt.

Handymax-Tanker
Tanker bis zu 50.000 tdw Tragfähigkeit.

Havarie
Schaden an Schiff und / oder Ladung.

Heavy-Lift-Kapazität
Fähigkeit, auch besonders schwere Packstücke, sog. Schwergut, mit eigenem Ladegeschirr oder Kränen zu laden.

Hurdle Rate
Bezeichnet die Hürde, die übersprungen werden muss, bevor die Managementgesellschaft eines Fonds eine Gewinnbeteili­gung erhält. Die Hürde kann zum Beispiel eine festgesetzte Basisvergütung für die Investoren sein.

Hypothekenbanken
Sind seit über 100 Jahren auf langfristige, grundpfandrechtliche gesicherte Finanzierungen spezialisierte Banken (Realkreditinstitute). Sie unterliegen besonderen gesetzlichen Bestimmungen (Hypothekenbankgesetz). Ihr Markenzeichen ist die Festzinshypothek. Die dafür notwendigen Mittel beschaffen sie sich durch den Verkauf von Pfandbriefen.

Hypothekendarlehen
Langfristiges Darlehen, zu dessen Absicherung ein Grundpfandrecht (Grundschuld) im Grundbuch eingetragen wird. Das Hypothekendarlehen der Hypothekenbanken ist eine Form der Baufinanzierung, die sich durch einen für mehrere Jahre fest vereinbarten Zins auszeichnet.

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I

IDW S4
Grundsätze zur ordnungsgemäßen Beurteilung von Beteiligungsprospekten, welche von dem Institut der Wirtschaftsprüfer in Deutschland e.V. (IDW) aufgestellt wurden. Dieser Standard ist nicht zwingend einzuhalten, erleichtert dem Anleger jedoch die Beurteilung eines Prospektes. Der neueste Standard IDW S4 bezieht sich auf Richtigkeit und Klarheit der Prospektangaben einschließlich Plausibilität der Werturteile, der Schlüssigkeit von Folgerungen sowie der Darstellung der mit der Kapitalanlage verbundenen Risiken.

IMO (International Maritime Organisation)
Unterorganisation der UNO zur Erhöhung der maritimen Sicherheit und der Bündelung aller nationalen Anstrengungen in dieser Hinsicht.

Initiatorin
Anbieterin, der allein oder zusammen mit anderen Anbietern ein Investitionsprojekt initiiert oder der öffentlich privates Anlagekapital für ein solches Projekt einwirbt. (Siehe auch Emissionshaus).

Instandhaltungsrücklage (Immobilien)
Die Instandhaltungsrücklagen werden angelegt, um zukünftige Instandhaltungskosten abzudecken. Diese Kosten entstehen durch Reparaturen, die notwendig werden, um den Investitionsgegenstand zu erhalten.

Interner Zinsfuss (IKV oder IRR)
IKV = Interne Kapital-Verzinsung bzw. IRR = Internal Rate of Return: Mathematisches Verfahren zur Berechnung der Wirtschaftlichkeit. Das Ergebnis nach der internen Zinsfussmethode ist nicht vergleichbar mit der Rendite festverzinslicher Anlageformen, ermöglicht aber den Vergleich zwischen verschiedenen geschlossenen Fonds.

Investitionsphase
Phase der Bauerrichtung bzw. der Eigenkapitalbeschaffung (Anlaufphase).

Investitionsplan
Planrechnung und wesentlicher Bestandteil der gesamten Unternehmenskonzeption. Er weist die Verwendung der Mittel in der Investitionsphase wie auch deren Herkunft aus. Das Gesamtinvestitionsvolumen muss sich betragsmäßig mit dem Finanzierungsvolumen (Eigen- und Fremdkapital inkl. Agio des Fonds) decken. Aus Vorsichtsgründen wird in ddas Finanzierungsvolumen regelmäßig eine Liquiditätsreserve einkalkuliert.

Investitionsvolumen
Summe aller Investitionskosten.

Investment Qualification Memorandum
Investitionsvorlage. Ergebnis der Due Diligence, dient zur Vorbereitung der Investitionsentscheidung durch den Anlageausschuss.

IRR
siehe Interner Zinsfuß

ISL
Institut für Seeverkehrswirtschaft und Logistik in Bremen.

ISM-Code
International Safety Management Code = internationales Übereinkommen zum Schiffs- und Sicherheitsmanagement. 1987 von der IMO initiierte Auflagen zur Verbesserung von Management und Sicherheit in der weltweiten Schifffahrt. Im Reedereiauftrag prüfen und zertifizieren international tätige Klassifikationsgesellschaften die Erfüllung der ISM-Codes.

ISO
International Standard Organisation. Internationaler Normenausschuss, der u.a. auch Normen für Qualitätsmanagementsysteme veröffentlicht hat.

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K

Kapitalanlagegesellschaft (KAG)
Auch Investmentgesellschaft. Unternehmen, das Investmentfonds initiiert.

Kapitalkonto
Dient bei Personengesellschaften dem Ausweis des Eigenkapitals individuell für jeden Gesellschafter und spiegelt die Bewegungen der Kapitaleinzahlung, zugewiesene Ergebnisanteile sowie Auszahlungen bzw. weitere Einlagen wieder.

Kapitalrückfluss
Summe der an den Anleger gezahlten laufenden Auszahlungen, dem Anteil am Verkaufserlös des Schiffes und den Steuerminderungen.

Kasko
Schiffsrumpf ohne Aufbauten, Schiff ohne Ladung.

Kaskoversicherung
Versicherung gegen Schäden an Beförderungsmitteln des Versicherungsnehmers, z.B. Schäden am Rumpf oder Zubehör.

Kaufnebenkosten
Erwerbsnebenkosten, Gebühren für Notar, Makler, Grunderwerbsteuer etc.

Kiel
Der Kiel eines Schiffes, Bootes oder Luftschiffes ist das wichtigste tragende Bauelement. Bei Schiffen und Booten liegt der Kiel unten.

Klasse
Die von Klassifikationsgesellschaften erteilte und in Register und Zertifikate eingetrage Klasse definiert die Bauausführung und den Erhaltungszustand von Schiffskörper und Ausrüstung.

Klasseerneuerung
Neuerteilung der Klasse (siehe Klasse).

Klasselauf
Beschränkte Gültigkeitsdauer der Klasse, in der definierte reguläre und außerplanmäßige Besichtigungen zur Neuerteilung der Klasse (Klasseerneuerung) durchgeführt werden.

Klassezeichen
Buchstaben- und Zifferkombination, welche die Bauausführung und den Erhaltungszustand von Schiffskörper und Ausrüstung ausdrückt.

Klassifikationsgesellschaft
Eine Art TÜV für Schiffssicherheit, -konstruktion, -technik und Meerestechnik. Organ für die Zertifizierung nach international standardisierten Management- und Qualitätssystemen (z.B. ISO-Normen).

Knoten (kn)
Schiffsgeschwindigkeitseinheit gemessen in nautischen Meilen (Seemeilen) pro Stunde. 1 Knoten entspricht 1 Seemeile pro Stunde = 1,852 km/h.

Kommanditbeteiligung
Anteil eines Kommanditisten an einer Kommanditbeteiligung. Die Höhe der Kommanditbeteiligung ist i.d.R. für den Anteil des Kommanditisten am Ergebnis (Gewinn oder Verlust) und am Vermögen der Kommanditgesellschaft sowie für die Verwaltungsrechte des Kommanditisten (wie z.B. das Stimmrecht) von Bedeutung.

Kommanditgesellschaft (KG)
Personengesellschaft, die zwei Arten von Gesellschaftern hat: Solche, die unbeschränkt mit ihrem gesamten Vermögen haften (Komplementärin) und solche, deren Haftung auf eine bestimmte, im Handelsregister eingetragene Kapitaleinlage beschränkt ist (Kommanditisten).

Kommanditist
Gesellschafter einer Kommanditgesellschaft (Personengesellschaft), der grundsätzlich nur bis zur Höhe seiner Kommanditeinlage haftet.

Kommanditkapital / Kommanditeinlage
Vom Kommanditisten eingebrachtes Kapital (Wert seiner Einlage in das Unternehmen).

Komplementärin
Vollhaftende Gesellschafterin einer Kommanditgesellschaft. Bei Beteiligungsgesellschaften in der Rechtsform der GmbH & Co. KG ist die Komplementärin eine GmbH und die Haftung ist somit auf das Vermögen der Gesellschaft beschränkt.

Kontokorrentkredit
Mittel der kurzfristigen Fremdfinanzierung. Ein Kontokorrentkredit entsteht, wenn ein Kontoinhaber auch dann noch in einem definierten Umfang über sein Konto verfügen kann, wenn das Guthaben zur Bezahlung der Verbindlichkeiten nicht ausreicht.

Kühlschiff
Spezialfrachtschiff ("Reefer") für den Transport von leicht verderblichen Lebensmitteln wie Fleischprodukte oder Bananen. Anteil der transportierten Produkte durch Kühlcontainer nimmt immer mehr zu.

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L

Ladefähigkeit
Maximales Ladegewicht, das ein Schiff aufnehmen kann.

Ladegeschirr
Bordeigene Kräne, die unabhängig von vorhandenen technischen Einrichtungen in kleineren Häfen das Be- und Entladen ermöglichen.

Ladungsmengenkontrakt
Vereinbarung zwischen einem Charterer und einer Schifffahrtsgesellschaft über den Transport einer festgelegten Ladungsart und -menge innerhalb eines festgelegten Zeitraums zu einer fixierten Rate.

Leistungsbilanz
Für geschlossene Fonds werden in der Leistungsbilanz die prospektierten und die realisierten jährlichen und kumulierten Fondsergebnissen dargestellt.

Leverage
Hebelwirkung; durch die Aufnahme von Fremdkapital kann der Gewinn und die Eigenkapitalrentabilität gesteigert werden, solange der Fremdkapitalzinssatz niedriger ist als die durchschnittliche Verzinsung des gesamten eingesetzten Kapitals.

Lineare Abschreibung
Abschreibung mit gleichen Beträgen bezogen auf die Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten des Wirtschaftsguts in Prozent. Gegensätzliche Methode ist die degressive Abschreibung.

Liniendienst
Im Gegensatz zur Trampschifffahrt der Einsatz von Schiffen nach Fahrplan mit festen Anlaufhäfen und Terminen. Die Häfen werden unabhängig vom Ladungsaufkommen bedient.

Liquidation
Beendigung der laufenden Geschäfte, Einziehung der Forderungen, Umsetzung des übrigen Vermögens in Geld und Befriedigung der Gläubiger einer aufgelösten Gesellschaft (geregelt in §§ 145 bis 158 HGB).

Liquidität
Fähigkeit eines Unternehmens, alle fälligen Verbindlichkeiten fristgerecht zu erfüllen. Zahlungsmittel können mehr oder weniger liquide sein, je nach dem wie schnell über sie verfügt werden kann.

Liquiditätsreserve
Geldmittelreserve der Beteiligungs- oder einer Fondsgesellschaft für unvorhergesehene Ausgaben.

Lloyd´s Register
Größte Klassifikationsgesellschaft der Welt mit Sitz in London.

LNG (Liquefied Natural Gas)
Englische Bezeichnung für verflüssigtes Erdgas. Sein Volumen reduziert sich so auf den 600ten Teil. Dadurch wird erst ein Transport von weit entfernten Erdgas-Lagerstätten wirtschaftlich.

LNG-Carrier
Engl.: "Liquified Natural Gas-Carrier"; Frachtschiff für den Transport von - durch Atmosphäre und Kühlung - verflüssigtem Gas.

Loss-of-hire
Übersetzt: Erlösausfall. In Zeitcharterverträgen wird die Unterbrechung der Zahlung des Charterentgeltes durch die Off-Hire Klausel geregelt. Diese sieht eine Einstellung der Zahlung durch den Charterer bei definierten Ereignissen vor, z.B. wenn das Schiff durch einen Maschinenschaden nicht einsatzbereit ist. Dieses Risiko wird unter Berücksichtigung von Franchisen versichert.

Lumpsum
Pauschalfracht, die reiseabhängigen Kosten wie Treibstoffe, Hafen- und Kanalgebühren noch beinhaltet.

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M

Main Port
Haupthafen: Hafen, der in einem Liniendienst regelmäßig und direkt bedient wird.

MARPOL (Marine Pollution)
Internationales Übereinkommen zur Vermeidung von Meeresverschmutzung durch Schiffe.

Massengüter
Bezeichnung für alle losen Schütt- und Flüssiggüter, für die eine Mengenangabe in Stück nicht möglich ist. Zur Trockenladung gehören z.B. Bauxit, Erze und Getreide, zur Tankladung flüssige Chemikalien, Pflanzenöle und Rohöl/Erdöl. Gegenteil: Stückgüter

Mehrzweckfrachter
Multipurpose-Carrier (MPC): Vielseitig einsetzbare Frachtschiffe, die meisens mit eigenem Ladegeschirr ausgerüstet sind. Können neben Containern auch Stückgut, Massengut und Schüttgut transportieren.


Mindestbesteuerung
Entspricht einer Begrenzung des Verlustausgleiches und besagt, dass die ausgleichsfähigen negativen Einkünfte aus einer Beteiligung grundsätzlich unbegrenzt mit positiven Einkünften des Steuerpflichtigen der gleichen Einkunftsart verrechnet werden können.

Mindestbeteiligung
Der vom Anleger zu zeichnende Mindestbetrag einer Kommanditbeteiligung.

Mittelverwendungskontrolle
Sicherstellung der zweckgerechten Verwendung der von den Anlegern auf ein Treuhandkonto geleisteten Einlagen durch einen Wirtschaftsprüfer während der Investitionsphase des Fonds. Auskehr der Mittel an Dritte erst nach Erfüllung der im Mittelverwendungskontrollvertragnach definierten Freigabekriterien.

MS
Abkürzung für Motorschiff

MT
Abkürzung für Motortanker

Multipurpose-Carrier (MPC)
Deutsch: Mehrzweckfrachter, welches im Gegensatz zu Spezialschiffen wie Containerschiffen, Tankern, Fähren oder Kühlschiffen mehrere Ladungsarten gleichzeitig befördern kann.

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N

Nebenhafen
In Umladung über einen Haupthafen erreichbarer oder nur gelegentlich direkt bedienter Hafen.

Nebenkosten
Alle dem Fonds zusätzlich aufgebürdeten Kosten wie z.B. Agio, Liquiditätsreserven und Vertriebskosten des Emissionshauses

Negatives steuerliches Ergebnis
Kapitalanlegern eines geschlossenen Fonds werden sowohl tatsächliche als auch reine Buchverluste (insbesondere Abschreibungen) zugewiesen. Durch negative steuerliche Ergebnisse sparen die Anleger Einkommensteuer.

Nettocharterrate
Nettomiete für ein Schiff nach Abzug von Kommissionen und Bereederungsgebühren von der Bruttocharterrrate.

Nettoraumzahl (NRZ)
Seit 1982 wird die NRZ als Einheit bei der Schiffsvermessung verwendet. Sie gibt die Verwendungsmöglichkeit eines Schiffes an, während die BRZ (Bruttoraumzahl) die Gesamtgröße des Schiffes definiert.

Nettotonnage (NRT)
Rauminhalt des Frachtraums eines Schiffes. Die Tonnagesteuer orientiert sich an der Nettoraumzahl.

Nießbrauch
Ist das Recht, sämtliche Nutzungen eines im Eigentum eines anderen stehenden Gegenstandes zu ziehen.

Nominalbetrag
Der im Darlehensvertrag vereinbarte Nennbetrag eines Darlehens. Der Auszahlungsbetrag liegt möglicherweise unter dem Nominalbetrag (Auszahlungskurs).

Nominalzins
Der Nominalzins ist im Effektivzins enthalten. Er ist die sich im Zeitablauf verringernde Komponente der Annuität. Der Nominalzins ist der gemäß Darlehensvertrag laufend zu entrichtende Zins.

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O

OBO-Carrier
Frachter für Erz (engl.: "ore"), Massengüter (engl.: "bulk"), Öl (engl.: "oil")

Off-hire
Zeitraum, in dem ein Schiff keine Beschäftigung hat oder technisch nicht einsetzbar ist.

Offenes Schiffsregister
Schiffsregister, das auch Schiffe aus anderen Staaten aufnimmt und somit ein Ausflaggen von Schiffen ermöglicht. Die Nationalität von Eigentümer und Schiff sind verschieden. Die größten offenen Schiffsregister unterhalten Liberia, Panama und Singapur.

OOC (Out of Cash)
Zeitpunkt, an dem ein Unternehmen nicht mehr über genügend Geld verfügt.

Operation Expenses (Opex)
Bezeichnung für die Schiffsbetriebskosten (SBK).

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P

Panamax-Schiffe
Schiff, das mit seinen Größenmaßen noch den Panama-Kanal passieren kann. Dafür geltende maximale Abmessungen: 294,13 m Länge; 32,31 m Breite; 12,04 m Tiefgang.

Personengesellschaft
Zwei Personen schließen sich zwecks gemeinsamen Betriebes einer Unternehmung zu einem Eigentümerverband (Gesellschaft) zusammen, wobei diesem persönlich und unbeschränkt, d.h. auch mit dem Privatvermögen haftende Gesellschafter angehören müssen.

Pflichteinlage
Die Pflichteinlage entspricht dem gezeichneten Kapital (Hafteinlage).

Phase-out
Zwangsweise Stilllegung von Schiffen; Aussonderung von Alttonnage nach den Bestimmungen der IMO (siehe auch Doppelhüllentanker).

Piston Services
Deutsch: Kolben-Dienste. Dienste mit kurzen Transportzeiten und hohen Frequenzen zwischen Schlüsselmärkten.

Platzierungsgarantie
Zusicherung gegenüber der Gesellschaft, dass das Fondskapital eines geschlossenen Fonds vollständig gezeichnet wird. Der Garant gewährleistet, dass er oder ein Dritter eventuelle Platzierungsreste zu einem bestimmten Zeitpunkt übernimmt. Dies bedeutet zusätzliche Sicherheit für den Anleger, da der Fonds in jedem Fall geschlossen wird, d. h., dass das Erreichen des Investitionsziels gewährt ist.

Poolbeschäftigung
Einnahmepool: Einnahmen einer ganzen Flotte von Schiffen eines oder mehrerer Reeder und der gleichen Kategorie von Schiffen werden gebündelt und anteilig auf die einzelnen Gesellschaften verteilt, um eine Risikostreuung und Ratenverstetigung zu erreichen.

Portfolio
Menge aller Beteiligungen, die eine Person/Gesellschaft hält. Ziel der Portfoliomischung ist eine Streuung des Risikos auf verschiedene Branchen und Finanzierungsphasen.

Post-Panamax Schiffe
Größenklasse von Schiffen, die aufgrund ihrer Abmessungen nicht den Panama-Kanal passieren können, also größer sind als Panamax-Schiffe.

Private Placement
Platzierung einer Unternehmensbeteiligung innerhalb eines kleinen Anlegerkreises. Mindestanteilssumme i.d.R. ab Euro 200.000.

Produkten-/Chemikalientanker
Tanker zur Beförderung von Speiseöl, Säuren, Laugen und anderen aggressiven Chemikalien neben reinen Ölprodukten wie Benzin, Gasöl, Dieselöl. Es handelt sich hier um vergleichsweise kleine Tanker mit einer Größe von 16.000 bis 60.000 tdw.

Prognoserechnung
Darstellung der kalkulierten Einnahmenüberschüsse der Fondsgesellschaft, aus denen die prognostizierten Auszahlungen der Fondsgesellschaft an die Anleger geleistet werden sollen. In der steuerlichen Prognose wird auf Basis der prognostizierten Liquiditätsrechnung das voraussichtliche steuerliche Ergebnis dargestellt.

Progressionsvorbehalt
Verfahren zur Berücksichtigung von nicht steuerpflichtigen Einkünften bei der Ermittlung des persönlichen Steuersatzes. Relevant insbesondere bei Auslandsfonds, deren Ergebnisse nur im Ausland versteuert werden. Dabei werden die zusätzlichen Einkünfte im Ausland zunächst zu den deutschen Einkünften eines Anlegers addiert und der Steuersatz errechnet, der auf diese Summe fällig wäre. Dieser Satz wird dann auf die deutschen Einkünfte angewendet. Die deutsche Steuer erhöht sich dadurch leicht. Ein negativer Progressionsvorbehalt, also die Berücksichtigung ausländischer Verluste bei der Ermittlung des persönlichen Steuersatzes, ist bisher nicht möglich.

Projektladung
Heterogene Ladungszusammensetzung innerhalb einer Partie, wie z.B. Verladung einer zerlegten Fabrik oder einer Großanlage (Bauteile, Maschinen, Fahrzeuge, Stahlprodukte etc.).

Prospektprüfung
Ein vom Prospektherausgeber in Auftrag gegebener und von einem Wirtschaftsprüfer oder einer Wirtschaftsprüfungsgesellschaft erstellter Prüfbericht. Die Prospektprüfung hat die Aufgabe, festzustellen, ob der Emissionsprospekt die für die Entscheidung eines Kapitalanlegers wesentlichen Angaben vollständig und richtig enthält (siehe auch IDW S4).

Protection and Indemnity (P&I)
Eine Haftpflichtversicherung für Schiffe, die mit sog. P&I-Clubs, Versicherungsvereinen auf Gegenseitigkeit, abgeschlossen wird. Versichert werden die Haftpflichtansprüche, die der Reedergesellschaft aus dem operativen Geschäft entstehen.

Publikumsfonds
Fonds, deren Anteile von jedermann frei zugänglich erworben werden können.

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R

Reederei, Reeder
Schiffseigentümerschaft, Schiffseigner. Oft allgemein im Sinne von Schifffahrtsunternehmen.

Reefer
Isolierter Container mit Kühlaggregat (Kühlcontainer).

Reefer Plug
Stromanschluss für Kühlcontainer im Containerschiff oder am Terminal.

Referenzwährung
Währung, in der die Fondsgesellschaft die Fondspreise täglich ermittelt.

Refinanzierung
Als Refinanzierung bezeichnet man die Geldbeschaffung z.B. von Kreditinstituten. Hat eine Bank Gelder an Kreditnehmer ausgezahlt, kann sie sich u.a. über die Emission von festverzinslichen Wertpapieren wieder eindecken (refinanzieren) und erhält somit den Spielraum, weitere Kredite zu gewähren.

Rendite
Es gibt vielfältige Methoden zur Errechnung der Rendite, die häufig nicht miteinander vergleichbar sind. Das finanzmathematische Ergebnis nach der Methode des ''internen Zinsfußes'' ermittelt die Rendite des durchschnittlich gebundenen Eigenkapitals. Die so ermittelte Verzinsung sollte nicht alleiniges Entscheidungskriterium sein, da sie systematische Unschärfen aufweist.

Risikodiversifikation
Risikostreuung: Anlagerisiken werden verteilt, um die Chancen eines Totalverlustes zu reduzieren.

Ro-Ro Schiff
Roll-on-Roll-off. Ro-Ro-Schiffe verfügen über eine Bugklappe oder Heckladerampe und Schienen- oder Straßenfahrzeuge einschließlich Anhänger aufnehmen zu können.

Rohöl
Bezeichnet das unbearbeitete, entgaste und entwässerte Erdöl.

ROI (Return on Investment)
Kapitalrendite: Verhältnis von Gewinn zum gesamten investierten Kapital.

Round-the-World Dienst
Liniendienste, die nicht zwischen zwei Regionen pendeln, sondern die die Welt in eine Richtung (ostwärts oder westwärts) umfahren und so ein Hafennetz bedienen und weltumspannende Transporte anbieten.

Rücklagen
Gehören zum Eigenkapital einer Kapitalgesellschaft. Sie werden entweder auf speziellen Rücklagenkonten offen ausgewiesen oder finden sich in Form von stillen Reserven in bestimmten Aktiv- oder Passivposten der Bilanz. Rücklagen dienen zum einen dazu, in Krisenzeiten auftretende Verluste ausgleichen zu können, ohne das Nominalkapital anzugreifen, und zum anderen dazu, die haftenden Mittel zu erhöhen. Rücklagen werden entweder aus nicht ausgezahlten Gewinnen oder aus dem Agio bei Eigenkapitaleinzahlung gebildet.

Rückstellungen
Der Begriff Rückstellungen beschreibt eine Position auf der Passivseite der Bilanz, in der Verbindlichkeiten beziehungsweise Verpflichtungen des Unternehmens gegenüber Dritten dargestellt werden, die hinsichtlich ihres tatsächlichen Bestehens oder ihrer genauen Höhe noch unsicher sind.

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S

Schenkungsteuerlicher Wert
Grundlage des schenkungssteuerlichen Wertes einer gewerblichen Unternehmensbeteiligung bildet das Kapitalkonto der Kommanditisten, in dem die Liquiditätsströme und steuerlichen Ergebnisse abgebildet sind. Dabei werden Auszahlungen wie Entnahmen behandelt. Im Falle der Übertragung des Anteils durch Schenkung oder Vererbung hat eine Beteiligung an einem Unternehmen Vorteile, z. B. gegenüber Geldzuwendungen auf Grund des nach erbschaftsteuerlichen Vorschriften zu ermittelnden geringeren Wertes.

Schiffsbetriebskosten
Alle in der Betriebsphase eines Schiffes anfallende Kosten, u.a. Kosten für Bunker, Personal, Ausrüstung, Reparaturen, Schmieröl, Versicherungen, Besichtigungen und sonstige Kosten.

Schiffshypothekendarlehen
Bankdarlehen: Die Darlehensforderung ist - entsprechend einer Immobilienfinanzierung - durch Eintragung einer Schiffshypothek im Seeschiffsregister abgesichert.

Seemeile
Nautisches Längenmaß: 1 SM (NM) = 1,852 km.

Seeschiffsregister
Öffentliches, bei den Amtsgerichten geführtes Register, das über Rechtsverhältnisse an Schiffen Auskunft gibt.

Self Geared / Self Sustained
Schiff mit eigenem Ladegeschirr an Bord und somit unabhängig von landseitigem Ladegeschirr.

Sensitivitätsanalyse
Darstellung der Auswirkung von etwaigen, nicht planbaren oder beeinflussbaren zukünftigen Veränderungen wesentlicher Einflussfaktoren auf künftige Entwicklungen der Wirtschaftlichkeit der Kapitalanlage (unterschiedliche Szenarien).

Service-Geschwindigkeit
Durchschnittliche Geschwindigkeitsperformance eines Schiffes im regulären Betrieb.

Single-Decker
Schiff mit nur einem Deck (dem Wetterdeck). Es gibt keine horizontale Unterteilung des Laderaumes.

Slot
Containerstellplatz auf einem Schiff.

Slow Steaming
Frachtschiffe fahren mit gedrosselter Geschwindigkeit um Treibstoff zu sparen

Small Tanker
Tanker mit einer Tragfähigkeit zwischen 1.000 und 20.000 tdw zum Transport von Öl/Ölprodukten und Chemikalien und Bunkertanker.

Solas-Abkommen
"Safety of Life at Sea-Convention": Internationale technische Vorschrift, die sicherheitsfördernde bauliche Maßnahmen und Ausrüstungsgegenstände zur Gewährleistung der Leckstabilität und allgemeinen Verbesserung der Schiffssicherheit vorschreibt.

Sondertilgungen
Tilgungen, die außerhalb der vereinbarten regelmäßigen Tilgungen stattfinden. Die mögliche Höhe und die Bedingungen für Sondertilgungen werden im Darlehensvertrag festgelegt.

Sonderwerbungskosten
Werbungskosten, die nicht im Rahmen der Fondsgesellschaft, sondern beim einzelnen Gesellschafter anfallen.

Spekulationsfrist
Frist von zehn Jahren, in der Beteiligungen nicht steuerfrei veräußert werden können.

Spotrate
Charterrate für Einzelreisen in der Schifffahrt.
Stainless-Steel-Tanks
Ladetanks aus nicht rostendem Stahl.

Steuerbord
Rechte Seite eines Schiffes in Fahrtrichtung, grüne Kennung (Gegensatz: Backbord)

Steuerliches Ergebnis
Positiver oder negativer Saldo der Gewinn- und Verlustrechnung (GuV) eines Unternehmens unter steuerrechtlichen Bedingungen, welcher vom handelsrechtlichen Ergebnis abweicht. Das steuerliche Ergebnis wird bei einer Personengesellschaft (z.B. KG) den Gesellschaftern anteilig entweder entsprechend der Höhe ihrer Beteiligung oder wie im Gesellschaftsvertrag vereinbart zugewiesen.

Stille Beteiligung
Der Investor investiert Kapital für eine bestimmte Laufzeit, ohne selbst direkter Gesellschafter zu werden. Die Beteiligung kann anonym bleiben und wird nicht ins Handelsregister eingetragen (still).

Stiller Gesellschafter
Der Stille Gesellschafter beteiligt sich an einem Unternehmen mit einer Einlage, die in das Vermögen der Gesellschaft übergeht. In den meisten Fällen wird die Einlage mit einem vertraglich festgelegten Zinssatz verzinst und der Stille Gesellschafter nimmt nicht am Ergebnis der Gesellschaft teil. Bei "Atypisch Stillen Gesellschaften" aber nimmt der Stille Gesellschafter am Ergebnis der Gesellschaft teil, die feste Verzinsung der Einlage entfällt.

Stückgut
Bezeichnung für große, aber einheitlich verpackte Mengen an Stück- oder Schüttgütern, zum Beispiel Feinbleche, Eisendraht, Maschinen, Paletten und Getreide in Säcken. Synonym: massengutartiges Stückgut.

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T

Tonnagesteuer

Bei der Tonnagesteuer handelt es sich um eine Vorgehensweise bei der Ermittlung des Gewinns, der anschließend wie üblich der Einkommensteuer unterworfen ist. Bei Anwendung der Tonnagesteuer wird anstelle des tatsächlichen Gewinns oder Verlustes der steuerliche Gewinn pauschal ermittelt. Grundlage der Pauschalisierung ist die Nettoraumzahl, also die "Größe" des Schiffes. Daraus resultiert ein sehr geringer steuerlicher Gewinn für die Gesellschaft und damit sehr geringe Steuern für die einzelnen Gesellschafter während der Betriebsphase.

Treuhänder (od. Treuhandkommanditist)

Der Treuhänder ist eine natürliche oder juristische Person, die im Außenverhältnis die volle Rechtsstellung eines Eigentümers wahrnimmt, sich jedoch im Innenverhältnis gegenüber seinem Treugeber verpflichtet, nur gemäß Treuhandvertrag über das Vermögen zu verfügen. Treuhänder können bei geschlossenen Fonds unterschiedliche Funktionen übernehmen, z. B. die Kontrolle über die ordnungsgemäße Verwendung der Anlegergelder oder die Begründung und Verwaltung der Beteiligung. In der Regel fungiert der Treuhänder als Treuhandkommanditist, d. h. er wird im Handelsregister entsprechend den gesellschaftsvertraglichen Regelungen eingetragen.

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V

Veräußerungsgewinn

Der Veräußerungsgewinn ergibt sich aus der Differenz zwischen Veräußerungserlös und Restbuchwert des veräußerten Objektes.

Vergleichsrendite vor Steuern

Die Vergleichsrendite vor Steuern gibt die Rendite an, die eine alternative Kapitalanlage, deren Erträge voll steuerpflichtig sind, erzielen muss, um die gleiche Nachsteuerrendite wie das gewählte Investment zu erreichen. 

Verkaufsprospekt

Der Verkaufsprospekt enthält die Vertragsbedingungen des Fonds und alle Angaben von wesentlicher Bedeutung, die für die Beurteilung der Investmentanlage wichtig sind. Er muss dem Anleger grundsätzlich vor dem Erwerb von Fondsanteilen ausgehändigt werden. Der Verkaufsprospekt ist seit 1. Juli 2005 einer formalen Prospektprüfung durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungen (Bafin) zu unterziehen.

Verlustausgleich

Kompensation von Verlusten mit Gewinnen und Überschüssen. Im Rahmen der Veranlagung zur Einkommensteuer können Verluste durch einen Verlustausgleich berücksichtigt werden.

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W

Weichkosten

Unter Weichkosten versteht man die Nebenkosten eines Fonds, welche nicht substanzbildend sind (z.B. Vertrieb, Steuerberatung, Treuhänder, Agio, Prospekterstellung etc.).

Wohnsitzfinanzamt

Für die Besteuerung natürlicher Personen (Einkommensteuer) ist das Finanzamt örtlich zuständig, in dessen Bezirk der Steuerpflichtige seinen Wohnsitz oder seinen gewöhnlichen Aufenthalt hat (Wohnsitzfinanzamt).

Worst-Case-Szenario

In der Unternehmensplanung werden verschiedene zukünftige Ereignisse, die Einfluss auf die Entwicklung des Geschäftes haben könnten, gedanklich durchgespielt. Dem Worst-Case-Szenario liegt die Annahme zugrunde, dass ein sehr negativer Fondsverlauf eintreten könnte.

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Z

Zweitmarkt

Im sogenannten Zweitmarkt werden Anteile an geschlossenen Immobilienfonds gehandelt. Der Ersterwerbsanleger bietet hier seine Anteile dem „Zweiterwerber“ zum Kauf an. Der Zweitmarkt ist nicht in demselben Maße organisiert wie es z. B. die Wertpapierbörsen sind, sodass die Chancen, einen Anteil an einem geschlossenen Immobilienfonds am Zweitmarkt zu veräußern, limitiert sind. Grundsätzlich handelt es sich bei der Anlage in geschlossenen Fonds um eine langfristige Anlage, bei der die Fungibilität der Anteile eingeschränkt ist.

 
 
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